Fernwärme aus dem Nachbarhaus
Heiztechnik für Alt- und Neubau clever kombiniert
Überall wo eine Distanz zwischen dem Ort der Wärmeerzeugung und dem Ort der Wärmenutzung besteht, spricht man von Fernwärme. Aber es gibt auch den Begriff der Nahwärme. Er wird immer dann verwendet, wenn die Wärmeerzeugung zwar dezentral stattfindet, die Energie aber keinen weiten Weg zurücklegen muss. Einen solchen Fall von „echter“ Nahwärme gibt es jetzt im Westerwald.
Der Altbau
Schon vor dem Erwerb eines Wohnhauses in Kurtscheid bei Neuwied am Rhein, in dem sich jahrzehntelang eine Bäckerei befand, war den neuen Besitzern bewusst, dass hier nur zeitgemäßer Wohnraum entstehen kann, wenn das Gebäude umfassend saniert wird. Neben der Fassade und den Fenstern - um nur zwei „Baustellen“ zu nennen - gab es auch für die gesamte Haustechnik, allen voran die in die Jahre gekommene Ölheizung, keine Zukunft mehr. Favorisiert wurde vom Bauherren eine Pelletheizung. Doch wohin mit Pelletttank und der gesamten Heiztechnik? Der Platz im Keller war auch nach der Entfernung der Öltanks knapp bemessen.Die Bauherren
Die Brüder Martin und Lukas Prangenberg, die gemeinsam im familieneigenen Fachbetrieb für Raumausstattung und Maler- und Lackiererarbeiten arbeiten, sind bei der Schaffung von neuem Wohnraum im ländlichen Bereich sehr engagiert. Dabei verfolgen sie eine Doppelstrategie. Erstens werden regionale Fachbetriebe, zu denen Prangenberg selbst zählt, bewusst ausgewählt, um daran mitzuwirken, neuen Wohnraum zu schaffen. Und zweitens sollen junge Menschen so nicht gezwungen sein, ihren Heimatort zu verlassen.Der Neubau
Aus diesem Grund planten die Brüder auch die Errichtung eines Mehrfamilienhauses in Kurtscheid. Das moderne, dreistöckige Gebäude mit seinen bodentiefen Fenstern sollte im Erdgeschoss über eine barrierefreie Wohnung und im ersten und zweiten Stock über Zwei- und Dreizimmerwohnungen verfügen. Aber das Mehrfamilienhaus schafft nicht nur dringend benötigten Wohnraum: Es würde auch über einen großen Keller verfügen.

Die Idee
Warum nicht das geplante Mehrfamilienhaus neben der ehemaligen Bäckerei errichten und im Keller eine leistungsfähige Heizung installieren, die von beiden Gebäuden genutzt wird? Das fragten sich die Bauherren und setzten die Idee in die Tat um. So entstand neben der alten Bäckerei nicht nur ein Mehrfamilienhaus, sondern auch gleichzeitig die Fernwärme oder besser Nahwärmestation für das Nachbarhaus. Der Keller bietet ausreichend Platz für eine moderne Pelletheizung, zwei Pufferspeicher und die restliche, benötigte Technik. Im Nebenraum befindet sich das große Pellettlager. Ideale Bedingungen, um für beide Gebäude Wärme zu erzeugen, die in zwei getrennten Heizkreisen sowohl zu den Wohnungsstationen im Neubau als auch unterirdisch zu den Wohnungsstationen in die ehemalige Bäckerei gelangt. Umgesetzt wurde das Projekt von der Siebke Haustechnik aus Breitscheid. Die Planung der Heizungsanlage und der Wohnungsübergabestationen lag bei der EM-Plan, dem TGA Planungsbüro, das ein Teil der EM-Gruppe ist.


Die Ausführung
In der ehemaligen Bäckerei werden die Räume auch nach der Sanierung durch klassische Heizkörper temperiert. Sie erhalten ihre Energie von einer Empur Wohnungsübergabestation, in der auch gleichzeitig über einen verbauten Plattenwärmetauscher das Warmwasser produziert wird. In größeren Wohneinheiten findet die Warmwassererzeugung zunehmend dezentral statt. Mit der Verwendung von Wohnungsstationen sinken die Energiekosten und die Trinkwasserhygiene steigt. Aus diesem Grund kann auch die sonst obligatorische Prüfung auf Legionellenbefall der Wasserrohre bei Wohnungsstationen entfallen. Nur wenn die Wohnungsstation perfekt auf die Flächenheizung abgestimmt ist, können die Anforderungen an Komfort und Energieeffizienz optimal erfüllt werden. Eine besondere Bedeutung hat dabei der richtige Systemverteiler.Die Empur Wohnungsübergabestationen sind schon ab Werk mit den bewährten Empur Heizkreisverteilern für Fußbodenheizungen ausgestattet. Mit der Wohnungsübergabestation in einem Verteilerschrank vormontiert, werden sie auf die Baustelle geliefert. Sie erfüllen in besonderer Weise die Anforderungen der Wohnungswirtschaft an den modernen und zukunftssicheren Betrieb von Warmwasser- und Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern.
Der Neubau in Kurtscheid ist komplett mit Fußbodenheizung ausgestattet. Installiert wurde diese von EM-solution, einem weiteren Unternehmen der EM-Gruppe, das sich ganz auf die Unterstützung des Handwerkers bei der Installation von Flächenheizungen spezialisiert hat. Zum Einsatz kam das Empur Pur-Therm Tackersystem. Es besteht aus den Hauptkomponenten Pur-Therm Verbundplatten, Klimapex Kunststoffheizrohren und Pur-Therm Tackernadeln. Im gesamten Neubau wurde TurboCube 30-3, eine Verbundplatte auf Basis von EPS, die besonders für große Flächen geeignet ist, eingesetzt. Die Platte verfügt an der Oberseite über eine hochreißfeste Mehrschicht-Verbundfolie. Sie gibt den Tackernadeln, die das Heizrohr fixieren, ausreichend Halt. Ein aufgedrucktes Verlegeraster und der einseitige Folienüberstand zur überlappenden Verlegung machen das Handling zudem denkbar einfach. Dies trug dazu bei, dass die gesamte Verlegung im Neubau innerhalb eines Tages durchgeführt werden konnte.
Als Heizungsrohr wurde ein PE-RT 5-Schicht-Rohr 15x1,8 aus hochdruckvernetztem Polyethylen mit unlösbarer diffussionsdichter EVOH-Sperrschicht aus der Empur Klimapex Heizungsrohrserie verwendet. Alles aus einer Hand. Für jeden Einsatz, schnell zu montierende und perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten.




Fazit
In Kurtscheid fand man bei der Sanierung einer ehemaligen Bäckerei und dem Neubau eines Mehrfamilienhauses eine ungewöhnliche Lösung für die Versorgung des Altbaus mit Heizwärme und Warmwasser. Das Mehrfamilienhaus beherbergt die gesamte Technik und wird zum „Lieferanten“ der Nahwärme für das Bestandsgebäude. Um die zur Verfügung gestellte Wärme optimal nutzen zu können, spielen die Wohnungsübergabestationen von Empur eine wichtige Rolle.
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Dietmar Bleck
Flinsbachstrasse 3
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